Der Cardiac Drift des Freizeitläufers - Einfluss von Belastungsdauer und Temperatur und Konsequenzen für die Herzfrequenzsteuerung

Kurzbeschreibung

Unter Cardiac Drift versteht man mehrfaktoriell bedingte Veränderungen der Herzfrequenz bei konstanten Dauerbelastungen im Steady State. Dieses Phänomen wird bei den gängigen Formeln zur Berechnung der individuellen Trainingsherzfrequenz nicht berücksichtigt und soll im Rahmen des Projekts differenziert evaluiert werden. Hierzu absolvieren über 150 männliche und weibliche Freizeitläufer unterschiedlichen Alters (AK I: <35 J, AK II: 35-50 J, AK III: >50 J) und Leistungsfähigkeikeit (LK I und LK II) drei Dauerbelastungen über 45 min mit 85, 90 und 95 % der v4. Herzfrequenz, Belastungsempfinden und Blutlaktatkonzentration werden im Zeitverlauf registriert. Begleitend zum Einfluss von Geschlecht, Alter, Leistungsfähigkeit, Belastungsintensität und Belastungsdauer wird flankierend der Einfluss der Umgebungstemperatur auf den Cardiac Drift analysiert. Die Befunde sprechen einheitlich gegen eine formelgeleitete Herzfrequenzsteuerung, wenn Belastungsdauer und Umgebungstemperatur nicht einfließen.

Publikation

  • Hanakam, F. (2011). Belastungssteuerung im freizeitsportlichen Laufen. Ruhr-Universität Bochum (in Bearbeitung).
  • Hanakam, F. (2015). Laufen und Herzfrequenz. Aachen: Meyer & Meyer.

Leitung

Dr. Florian Hanakam

Status

abgeschlossen

Finanzierung

Lehrstuhl